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Für das Sparen stehen grundsätzlich zwei Modelle zur Auswahl:
Entweder man spart gut verzinslich an und muss dann bei der Kreditaufnahme relativ hohe Zinsen in Kauf nehmen, wobei die Höhe dieses zukünftigen Zinssatzes heute nicht bekannt ist oder
man wählt das Bausparen, bei dem einem niedrigen Zins in der Ansparphase auch ein niedriger und heute bekannter Kreditzins in der Zukunft gegenübersteht.
In Deutschland spielt das Bausparen traditionell eine große Rolle. 50 Prozent der Erwerber setzen Bausparmittel ein. Dabei stammt im Durchschnitt ein Drittel der Mittel, die für den Bau oder Erwerb von selbst genutzten Objekten aufgewandt werden, aus Bausparverträgen. Sehr viele junge Leute beginnen frühzeitig mit dem Bausparen bei einer privaten oder öffentlichen Bausparkasse.
Die Grundprinzipien des Bausparen sind bei allen Bausparkassen gleich. Man schließt einen Bausparvertrag ab und spart monatliche Beiträge, die in erster Linie von der Höhe der Bausparsumme bestimmt werden. Die Spar- und Darlehensbedingungen zielen auf einen langfristigen Sparprozess, bieten aber dabei genügend Flexibilität für vermehrte oder verringerte Sparleistungen. Verstärkte Spar- und Tilgungsleistungen sind ohne Weiteres möglich. Bausparverträge können gekündigt werden; die angesparten Mittel werden einschließlich der Zinsen unter Berücksichtigung bestimmter Fristen ausgezahlt. Das gilt für die gewährten staatlichen Vergünstigungen jedoch nur, wenn die Bindungsfrist von sieben Jahren seit Abschluss des Bausparvertrages abgelaufen ist (siehe unten). Jede Bausparkasse bietet verschiedene Tarife an, die auf die unterschiedlichen Interessenlagen der Kunden abgestellt sind.
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